Eine Wiese als Spielplatz

Ratgeber Medienerziehung für Eltern

Alle reden immer von Medienkompetenz, die dein Kind erlangen muss. Insbesondere Mainstream Medienpädagogen propagieren frühen gezielten Umgang mit Medien. Was fällt eigentlich alles unter den Begriff Medien, wer hat recht und wo kann ich mich über Medienerziehung informieren? Genau diese Fragen muss sich jedes Elternpaar heute stellen, denn egal wie eure Entscheidung ausfällt: Es wird ein spannender Weg!
Eines vorab: Egal in welcher Phase Ihr euch gerade mit euren Kindern befindet, es ist einerseits nicht zu spät vorhandene Strukturen zu hinterfragen, und schon gar nicht zu spät die gelebten Gewohnheiten zu ändern.

Abgrenzung: Alles was Ihr hier lesen und verlinkt folgen könnt wird euch helfen euer Kind zu einer Medienmündigkeit zu führen, die sich bis ins Erwachsenenalter in eine Medienkompetenz entwickeln kann. Dafür ist es wichtig zu verstehen was es heißt “Mit allen Sinnen Kind zu sein” und welche Rahmenparameter wichtig für eine gesunde Kindes-Entwicklung sind. Diese Medienkompetenz kann nur mit Medienabstinenz erreicht werden.

Externe Quellen zum Thema Medienerziehung

Es ist nicht leicht einen Einstieg in das Thema zu bekommen, denn die Flut an Meinungen und Informationen im Netz ist groß. Hier möchte ich euch die wenigen Quellen präsentieren, die mich bisher am stärksten beeinflusst haben:

  • Der Kinofilm KINDHEIT

    Meine Kinder besuchen und besuchten Waldspielgruppen und einen wunderbaren Waldkindergarten. Wer ein wenig mehr Zeit investieren will sollte sich unbedingt die mehrfach prämierte Dokumentation KINDHEIT von Magreth Olin ansehen. Ein Statement für pure Medienabstinenz: Man sieht Erziehungsinstitutionen danach mit anderen Augen.
    Der Film wird noch in manchen Kinos gezeigt (Eine Übersicht ist auf der Website) kommt aber auch am 28.09. als DVD in den Handel.

    Preis: EUR 15,99
  • Das Medienkonzept der Waldorfschulen

    Medienerziehung: Struwwelpeter 2.1 – Ein Leitfaden für Eltern durch den Medien-Dschungel

    Struwwelpeter 2.1 – Ein Leitfaden für Eltern durch den Medien-Dschungel

    Als Eltern von Waldorfschulkindern liegt es nahe sich mit dem Medienkonzept von Waldorfschulen speziell für Eltern vertraut zu machen.

    Eine Arbeitsgruppe veröffentlichte den “Struwwelpeter 2.1 – Ein Leitfaden für Eltern durch den Medien-Dschungel“. Ich würde Euch ermutigen diese Arbeit vorurteilsfrei zu lesen um Euch einmal wirklich auf die Argumente einzulassen. Für uns war es ein sehr guter Einstieg in das Thema Medienerziehung. Ihr werdet sehen, dass das Dokument weniger auf den Umgang und die alltäglichen Probleme im Umgang mit Medien eingeht, als vielmehr versucht zu beschreiben, auf was es bei Deinem Kind und seiner Entwicklung wirklich ankommt.

  • Wissenschaftlich neurobiologisch – “Die digitale Revolution verbaut unseren Kindern die Zukunft”

    Oft fehlen einem ja die richtigen handfesten Argumente, denn die Lobby der Medienbefürworter ist mächtig, die politische Meinung und Richtung erschreckend und es fehlen Langzeitstudien zum Thema. Prof. Dr. Dr. Gertraud Teuchert-Noodt beschreibt in diesem Beitrag Ein Bauherr beginnt auch nicht mit dem Dach warum Eltern und Lehrer sich vehement gegen die frühkindliche Nutzung von Bildschirm-Medien wehren sollten.

Tipps im Alltag

Hinterfragt euer Verhalten immer: Ihr werdet an das Thema Medienerziehung vor allem mit eurem ersten Kind relativ unbedarft starten. Für mich war es nie ein Problem mal einen kleinen YouTube Film von lustig singenden Puppen zu zeigen. Heute mache ich das nicht mehr: ICH habe MEIN Verhalten geändert und keiner hat das kleinste Problem damit.

Habt einen Blick für das Umfeld eurer Kinder: Wenn die Kinder älter und selbstständiger werden ist die Kontrolle um den Zugang zu Medien zusehends geringer. Ab hier ist es so wichtig, welche Vertrauensbasis ihr mit eurem Kind habt. DU bist Ansprechpartner, DU bist Vertrauensperson für dein Kind! Es muss eine offene Kommunikation zwischen Eltern und Kindern herrschen. Wir wissen bei unserem Kind im Grundschulalter um die Verhältnisse der befreundeten Kinder und  kommunizieren klar unsere Erwartungshaltung und sind uns sicher, dass sie eingehalten wird. In der Klassengemeinschaft herrscht eine offene Kommunikation unter den Eltern.

Zeigt euren Kindern Alternativen: Klar ist der Weg der Medienabstinenz kein leichter Weg. Umso wichtiger ist es geeignete andere Türen zu öffnen. Das können zum Beispiel 10 Geschicklichkeitsspiele für eine bessere Motorik sein.

Ich bin mir sicher, dass ihr den richtigen Weg geht: Viel Vergnügen!

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